15. September 2026 10:41

Das Öko­sys­tem Pen­si­ons­kas­se

Am 1./2. Sep­tem­ber 2026 fand der Zu­rich Pen­si­ons­kas­sen-Sum­mit statt. Die­ser stand un­ter dem The­ma «Was ler­nen wir vom Meer für das Öko­sys­tem Pen­si­ons­kas­se?» Die Dis­kus­sio­nen dreh­ten sich um Ren­di­te und Nach­hal­tig­keit, De­mo­gra­fie und Ver­ant­wor­tung. Da­bei ging es auch um die Rol­le der Re­gu­lie­rung im Öko­sys­tem der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge als Rah­men­be­din­gung, wo­durch das Ver­trau­en ge­stärkt wer­de.

Re­fe­rent Mar­tin Eling, Pro­fes­sor für Ver­si­che­rungs­ma­na­ge­ment an der Uni­ver­si­tät St. Gal­len, the­ma­ti­sier­te die De­mo­gra­fie, mit der sich die Pen­si­ons­kas­sen im­mer stär­ker kon­fron­tiert se­hen, ins­be­son­de­re an­ge­sichts ei­nes un­ter­fi­nan­zier­ten So­zi­al­staa­tes, wo­bei die Schwei­zer Pen­si­ons­kas­sen im in­ter­na­tio­na­len Kon­text fi­nan­zi­ell gut da­stän­den. Nach wie vor sei das Schwei­zer Drei­säu­len­sys­tem zwar ro­bust, je­doch er­wei­se sich der Re­form­stau als pro­ble­ma­tisch an­ge­sichts der sich ver­än­dern­den Ar­beits­wel­ten (Au­to­ma­ti­sie­rung). Die gröss­te sicht­ba­re Her­aus­for­de­rung sieht Eling in der Pfle­ge­lücke, wo­bei das gröss­te un­ge­deck­te bio­me­tri­sche Ri­si­ko die Lang­le­big­keit sei. Eling stell­te ei­ne zu­sätz­li­che 4. Säu­le zur De­bat­te: ei­ne Pfle­ge­ver­si­che­rung, die für die Pen­si­ons­kas­sen ei­ne neue Auf­ga­be be­deu­ten könn­te. 

An­dré Ta­per­noux, Pen­si­ons­kas­sen-Ex­per­te, Kel­ler Ex­per­ten AG, gab in ei­nem in­ter­ak­ti­ven Re­fe­rat einen Über­blick über die klei­ne­ren Her­aus­for­de­run­gen im Pen­si­ons­kas­sen­all­tag. An­hand von 10 The­sen be­schrieb er die Ver­än­de­rung der Wahr­schein­lich­kei­ten in der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge. So wür­den bei­spiels­wei­se jün­ge­re Ver­si­cher­te bis Al­ter 40 Jah­re häu­fi­ger in­va­lid als frü­her; äl­te­re Ver­si­cher­te ab 40 Jah­ren da­ge­gen sel­te­ner. Aus­ser­dem le­be im Durch­schnitt län­ger, wer ei­ne hö­he­re Ren­te ha­be.