2. November 2026 10:42

Be­trugs­ver­su­che mit ver­ges­se­nen Vor­sor­ge­gel­dern

Es kommt vor, dass Vor­sor­ge­gel­der aus der 2. Säu­le nicht bei der Pen­si­ons­kas­se des ak­tu­el­len Ar­beit­ge­bers lie­gen, son­dern auf ei­nem so­ge­nann­ten Frei­zü­gig­keits­kon­to de­po­niert sind. Das Geld bleibt dort par­kiert, wenn zum Bei­spiel ei­ne Per­son den Ar­beit­ge­ber wech­selt und das Vor­sor­ge­gut­ha­ben nicht di­rekt an die neue Pen­si­ons­kas­se über­tra­gen wird. Die Er­fah­rung zeigt, dass ein Teil der be­rech­tig­ten Per­so­nen sol­che Gut­ha­ben aus den Au­gen ver­liert. Dann kön­nen die­se kon­takt­lo­sen Gel­der jah­re­lang bei Frei­zü­gig­keit­sein­rich­tun­gen brach­lie­gen.

Lei­der nut­zen Be­trü­ger die­se Si­tua­ti­on raf­fi­niert aus. Als Hel­fer ge­tarnt, kon­tak­tie­ren sie po­ten­zi­ell Be­trof­fe­ne te­le­fo­nisch und ge­ben vor, ver­ges­se­ne Vor­sor­ge­gel­der – al­so Gut­ha­ben auf Frei­zü­gig­keits­kon­ten – aus­fin­dig zu ma­chen. Da­für ver­su­chen sie, ei­ne Voll­macht zu er­hal­ten und per­sön­li­che Da­ten so­wie wei­te­re An­ga­ben zu er­schlei­chen. Da­bei kam es jüngst ver­mehrt zu be­trü­ge­ri­schen An­ru­fen, bei de­nen Per­so­nen fik­ti­ve Iden­ti­tä­ten vor­schie­ben und sich als Ver­tre­ter des Schwei­ze­ri­schen Pen­si­ons­kas­sen­ver­bands ASIP aus­ge­ben.

Mit die­sen Ma­chen­schaf­ten be­zwe­cken die Be­trü­ger, im Na­men der Ver­si­cher­ten kon­takt­lo­se Vor­sor­ge­gel­der von ei­ner Frei­zü­gig­keit­sein­rich­tung her­aus­zu­lö­sen, ih­rem ei­gent­li­chen Be­stim­mungs­ort zu­zu­füh­ren und da­bei ei­ne Pro­vi­si­on zu kas­sie­ren.

Sei­en Sie vor­sich­tig und fal­len Sie nicht auf die­sen Schwin­del her­ein: Ge­ben Sie am Te­le­fon un­ter kei­nen Um­stän­den per­sön­li­che Da­ten oder ver­trau­li­che In­for­ma­tio­nen preis, un­ter­zeich­nen Sie kei­ne Voll­mach­ten und fül­len Sie nie For­mu­la­re aus, de­ren Her­kunft und Zweck Sie nicht zwei­fels­frei über­prü­fen kön­nen! Der ASIP kon­tak­tiert kei­ne Ver­si­cher­ten, um Frei­zü­gig­keits­leis­tun­gen zu trans­fe­rie­ren. Sol­che Falschaus­sa­gen die­nen le­dig­lich der Täu­schung und sol­len Be­den­ken zer­streu­en.

Wenn Sie wis­sen möch­ten, ob Sie über ver­ges­se­ne Vor­sor­ge­gel­der ver­fü­gen, wen­den Sie sich di­rekt an die of­fi­zi­el­le Zen­tral­stel­le 2. Säu­le. Am bes­ten ru­fen Sie da­zu die Web­si­te www.zen­tral­stel­le.ch di­rekt in Ih­rem Brow­ser auf und nicht via ei­ne Such­ma­schi­ne. Kli­cken Sie nicht auf Links aus Nach­rich­ten. Auf der Web­si­te www.zen­tral­stel­le.ch kön­nen Sie kos­ten­los und un­kom­pli­ziert ei­ne Su­che nach all­fäl­li­gen ver­ges­se­nen Vor­sor­ge­gut­ha­ben ver­an­las­sen.

Wir emp­feh­len Ih­nen nach­drück­lich, aus­sch­liess­lich den of­fi­zi­el­len Weg zu nut­zen und sich von nie­man­dem un­ter Druck set­zen zu las­sen. Ih­re Vor­sor­ge­gel­der sind zu wert­voll, um sie in die Hän­de von Schar­la­ta­nen zu ge­ben.

Mehr zum The­ma er­fah­ren Sie in fol­gen­dem TV-Beitrag.