ASIP-Stellungnahmen , Reformen

8. Dezember 2021 12:38

Re­form der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge auf dem rich­ti­gen Weg

Nach­dem der Na­tio­nal­rat heu­te wich­ti­ge Kor­rek­tu­ren am Vor­schlag des Bun­des­rats zur Re­form der zwei­ten Säu­le be­schlos­sen hat, hat der ASIP die fol­gen­de Me­dien­mit­tei­lung so­eben ver­öf­fent­licht. 


Reform der beruflichen Vorsorge auf dem richtigen Weg
Der Mittelweg/ ASIP zeigt sich erleichtert über den heutigen Entscheid des Nationalrats zur Reform der zweiten Säule. Der vom Nationalrat mit 126 zu 66 Stimmen unterstützte Reformvorschlag berücksichtigt zwei zentrale Tatsachen, die im Modell des Bundesrats keine Beachtung fanden. Er kostet dank gezielter Kompensation weniger, bedeutet aber dennoch bessere Rentenleistungen für Frauen, Teilzeitarbeitende und Tieflohnempfänger.

Zum einen sind in den Pensionskassen ausreichend Rückstellungen für Pensionierungsverluste vorhanden. Diese können nun gemäss ihrem Zweck zur Finanzierung der Ausgleichsmassnahmen für die Übergangsgeneration verwendet werden. Dadurch kommt die Reform sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber erheblich günstiger.

Frauen profitieren von Reform
Zum anderen sind 86 Prozent der Versicherten in so genannten umhüllenden Pensionskassen versichert. Diese werden von der Reform nichts merken, weil die paritätisch zusammengesetzten Stiftungsräte ihrer Pensionskassen die notwendigen Anpassungen an die gestiegene Lebenserwartung bereits umsetzen konnten. Nur 14 Prozent der Versicherten sind überhaupt von der Reform betroffen. Die Tatsache, dass der Nationalrat trotzdem Ausgleichs- zahlungen für 35 bis 40 Prozent leisten will, bedeutet, dass mehr als jeder fünfte Versicherte durch die Reform in den Genuss einer Rentenerhöhung kommt. Am meisten davon profitieren Tieflohnempfängerinnen und -empfänger sowie Teilzeitarbeitende, was insbesondere Frauen betrifft.

 Ein aus­ge­wo­ge­ner Vor­schlag mit ge­ziel­ter Kom­pen­sa­ti­on
«Alles in allem bedeutet diese Reform eine Stärkung der zweiten Säule ohne unnötige Kosten und einen finanzierbaren, gezielten sowie generationengerechten Ausbau der Rentenleistungen für sozial schwächer gestellte Versicherte», so ASIP-Direktor Hanspeter Konrad. Es liegt ein ausgewogener Vorschlag vor, den die Mittelweg-Organisationen, wie z.B.  der Schweizerische Baumeisterverband und Gastrosuisse, unterstützen.

 

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